Zusammenfassung der Abteilungsberichte und ein dringender Appell an alle Mitglieder und Freunde
Nachdem der erste Vorsitzende Frank Albert die Anwesenden begrüßt hatte, setzte er bereits in den einleitenden Worten den entscheidenden thematischen Schwerpunkt des Abends. Denn neben den obligatorischen Rechenschaftsberichten der einzelnen Abteilungen, stand das nur noch spärlich vorhandene und immer weiter abnehmende Engagement bei Vereinsangelegenheiten im Vordergrund der Diskussion.
Vor der Präsentation der Rechenschaftsberichte gedachten die Anwesenden zudem allen verstorbenen Mitgliedern und Freunden des Vereins.
Zu Beginn des Vorstandsberichtes nutze der Vorsitzende Albert zunächst die Möglichkeit und sprach den Mitgliedern des Flohmarkt-, Rasenpflege- und Kioskteams seinen expliziten Dank für deren Engagement aus, um im gleichen Atemzug die teilweise frustrierende, weil zäh von statten gehende, Helferakquise anzumahnen. Dem folgte der kurze Rückblick auf die vergangene Saison, die zwar sportlich nicht als erfolgreich, perspektivisch hingegen als gelungen zu bezeichnen sei. Die Bewertung der durch den Verein initiierten bzw. unterstützen Veranstaltungen – Flohmarkt, Sportwerbewoche sowie ‚lebendiger Neckar’ – fiel gemischt aus, wobei gerade im Falle der Sportwerbewoche die unbeständige Wetterlage in das Resümee einzubeziehen sei. Seitens der Jugendarbeit, so Albert weiter, bestehe die Notwendigkeit durch gezieltes Werben personelle Kapazitäten zu schaffen, anhand derer der aktuellen Arbeit des ausdrücklich gelobten Jugendleiters Christian Wannowski durch zusätzliche Nachhaltigkeit und Kontinuität verliehen werden soll.
Der Vortrag des Kassenwartes Sören Schreyer offenbarte ein finanziell gesundes Geschäftsjahr 2015. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr ließe, laut Schreyer, ebenfalls auf ein erneut positives Ergebnis schließen.
Der Bericht des Spielausschussvorsitzenden André Kuhn bilanzierte zunächst das abgelaufene Spieljahr 2015/16. In diesem Zusammenhang hervorgehoben wurde, dass trotz zahlreicher, teilweise herb, ausgefallener Niederlagen, der Mannschaftsgeist stets als intakt zu bezeichnen sei. Worte des Dankes richtete Kuhn an den während der Saison durch Steffen Kittel abgelösten Benjamin Sigmund, dessen geleisteter Einsatz im Traineramt der Honorierung verdiene. Der perspektivische Blick auf die anstehende Saison ließe zudem Raum für Optimismus, denn Kuhn vermeldete, dass der gesamte Kader der abgelaufenen Saison dem Verein weiterhin zur Verfügung stehe. Gleiches gilt für Spielertrainer Kittel, der sich zudem über drei bereits feststehende Neuzugänge freuen könne, die den bisherigen Kader auch in der Spitze zu verstärken vermögen.
Der Bericht des Jugendleiters Christian Wannowski gab detaillierten Aufschluss über das Abschneiden aller neun Jugendmannschaften, welche sich auf insgesamt sechs Jahrgangsstufen verteilen. Während dabei durchaus sportliche Erfolge zu vermelden seien, ist seitens der Betreuung der Jugendabteilung im Ganzen sowie der einzelnen Jugendmannschaften ein deutliches Defizit an Bereitschaft und Kapazität zu attestieren. Jugendbetreuer und Trainer werden dringend gesucht.
Den Tagesordnungspunkt ‚Rechenschaftsberichte’ abschließend, blickte der erst vor vier Monaten ins Amt des AH-Vertreters berufene Rüdiger Fink zurück auf das vergangene Jahr. Während der Hallentrainingsbetrieb der AH durchgängig aufrechterhalten werden konnte, wurden insgesamt drei Partien absolviert sowie ein Ausflug organisiert.
Im Anschluss wurde der Vorstand für das Rechnungsjahr 2015 einstimmig entlastet.
– Ein dringender Appell –
Die im Anschluss unter dem Tagesordnungspunkt ‚Verschiedenes’ durch den Vorstand angestoßene Diskussion thematisierte das eklatante Problem des Vereinsengagements. Der Befund aller Beteiligten ist dabei eindeutig:
Der Trend der vergangenen Jahre hat sich in den vergangenen Monaten bestätigt und weiter verstärkt. Im Spannungsfeld zwischen durch den Verein erbrachten Leistungen und dem dafür aufzubringenden Engagement klafft eine enorme Lücke. Das Gros an Vereinsfunktionen und eigentlich auf Freiwilligkeit beruhenden Tätigkeiten werden zurzeit fast ausschließlich von den Mitgliedern der Aktiven-Fußballabteilung sowie einigen treuen Vereinsidealisten erbracht. Jegliche Versuche Personalakquise zu betreiben entwickeln sich zur größten Hürde einer geplanten Veranstaltung und Bürde der Organisatoren, die dabei zu Bittstellern degradiert werden. Zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung eines vitalen Vereinslebens ist ein umfassender Mentalitätswandel geboten.
Im Wesentlichen lassen sich vier Bereiche nennen, die aktuell des besonderen Einsatzes bedürfen:
(1) Die Jugendabteilung benötigt dringend Unterstützung
(2) Das Flohmarktteam sucht eine Ablösung
(3) Ein Rasenpflegeteam wird gesucht
(4) Der Veranstaltungsausschuss ist für jedes Engagement bei Veranstaltungen dankbar
Der FC Hirschhorn wirbt auf diesem Wege ausdrücklich um die Unterstützung durch Mitglieder und Freunde. Im Vordergrund steht dabei nicht die Übernahme bzw. Ausübung eines gewählten Ehrenamtes – eine projektbezogene d.h. temporär begrenzte Unterstützung einzelner Veranstaltungen ist in gleichem Maße wertvoll.
Im Hintergrund dieses Anliegens steht nicht weniger als die Funktionsfähigkeit des gesamten Vereins und damit die Aufrechterhaltung der von ihm erbrachten Leistungen als zivilgesellschaftliche Institution.
Initiativ eingebrachte Vorschläge zur Verbesserung der Sachlage sowie Engagementangebote nehmen alle Verantwortlichen des Vereins auf allen erdenklichen Kommunikationswegen gerne entgegen.